Kindergedicht
5 Jahre alt,
ich kenne
keinen Wald,
die Stadt
ist meine Wiese,
der Vater ist
der Riese
6 Jahre alt,
das Fernsehn
spielt Gewalt,
die Eltern
sind nicht nett,
ich will noch
nicht ins Bett
7 Jahre alt,
die Wohnung
die ist kalt,
der Vater trinkt
sein Bier,
ach spiel doch
mal mit mir!
8 Jahre alt,
die Faust
die ist geballt,
die Schule
ist ein Dreck,
ich will
hier weg
9 Jahre alt,
der Vater
zählt Gehalt,
die Mutter will sich
scheiden lassen,
weil sich
meine Eltern hassen
10 Jahre alt,
ich heiße
Willibald,
die Eltern
tun mir leid -
sie haben
keine Zeit
Jürgen Spohn
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3 Kommentare
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Klaus | 03.09.2009
Natürlich passiert das Böse in der Stadt und nicht im \'netten\' Einfamilienhaus auf dem Lande!
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Susanne | 25.07.2009
Hallo. Die Zeilen haben mich nachdenklich gestimmt, aber leider stimmt dies in mehr Familien, als man glaubt. Falls Jürgen Spohn dies geschrieben hat, weil er es tatsächlich erlebt hat, hoffe ich, dass er Hilfe gefunden hat und nun ein besseres, glücklicheres Leben leben darf. Meine beiden Söhne (4 1/2, und 2 1/4 Jahre alt) können zum Glück behütet und umgeben von Wald und Wiesen aufwachsen. Ich denke und hoffe, dass dies auch so bleiben wird. Ich hoffe auch, dass die beiden einmal Kindern, denen es an Liebe fehlt, beistehen. Denn das was Kinder brauchen ist nicht Geld oder materielle Zuwendung, sondern einfach nur Elternliebe. Hört euren Kindern zu und nehmt sie ernst. Susanne
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Eduardo | 12.05.2009
Hi, Ich noch lerne Deutsch, aber ich verstehe alles,was dieses Gedicht sagt.Trotzdem werde ich schreiben auf Englisch, wegen es ist sehr einfancher für mich. Ich hoffe dass Sie können verstehen. i think that this poem hast a great meaning it express the world of nowadays, it express the family of this times; the sadness in which many chilren and teenagers live; a sadness, that sometimes lead them to the suicide. In a way, i can see myself in this poem, because there\'s still many things i must solve inside of me. I think the author,Jürgen Spohn , has captatured the essence of many homes. Eduardo